Galaxy Tab im Praxistest – Teil 1
posted November 11th, 2010 by ehrenstein
vorinstallierte Programme
Neben den üblichen, zur Standardausstattung eines Smartphones gehörenden Apps für E-Mails, Notizen, Kalender, Internet, Kontakte, Musik, Nachrichten, Wecker, Telefon, Kamera und Bildergalerie sind außerdem Geolocation-basierte Anwendungen wie Google Maps, Google Latitude, “In der Nähe” und Navigation sowie weitere Google-Anwendungen für Youtube, Suche, Sprachsuche, Talk und Gmail vorinstalliert. Zusätzlich verfügt das Galaxy Tab über einen eBook-Reader, Samsung steuert mit Music Hub und Readers Hub sowie einem “Samsung Apps” genannten Anwendungsagenten weitere Inhalte bei. Eine Office-Anwendung namens ThinkFree Office, die neben einigen anderen Formaten MS-Office-Dateien (.doc, .docx, .xls, .xlsx etc.) lesen und schreiben kann, rundet das Angebot ab.
Die vorinstallierten Anwendungen wirken gut durchdacht und sauber umgesetzt. Sowohl Telefon, E-Mail, Kalender als auch eBook machen von dem großzügigen Platz auf dem Bildschirm des Galaxy Tab guten Gebrauch und gruppieren ihre Inhalte bei Drehen des Gerätes um.
Beim Lesen von E-Mails kann man so z.B. durch Drehen von einer reinen Übersicht der eingegangenen E-Mails zu einer geteilten Ansicht wechseln, in der in einem Streifen auf der linken Seite die Übersicht und im größeren rechten Bereich des Bildschirms angezeigt (s. Screenshot), erneutes Drehen nach Auswahl einer E-Mail lässt diese nun den gesamten Bildschirm ausfüllen.
Nicht nur die Konzeption dieses Benutzererlebnisses, sondern spätestens ein Blick auf den eBook-Reader, – von der Übersicht über die gespeicherten Buchtitel in Form eines stilisierten Buchregals bis hin zur Anzeige und Umblätteranimation des eBooks selbst – vermitteln den Eindruck, dass die Entwickler beim iPad sehr genau hingeschaut haben. Man kann über Apple sagen, was man will: in diesem Bereich haben sie mit iPhone und – beim Tablet-Formfaktor noch wesentlich relevanter – iPad wichtige Pionierarbeit geleistet.
Formfaktor
Kaum ausgepackt und zum Laufen gebracht, wird das Galaxy Tab den unterschiedlichsten Griff- und Schütteltests unterzogen. Das hat das iPad auch schon mitmachen müssen und dabei offenbart, dass es tatsächlich mehr zum unaufgeregten Lungern auf dem Sofa oder zum Surfen auf dem Küchentresen geeignet ist, als beim Wechsel zwischen zwei U-Bahn-Linien mitgenommen zu werden: man legt das iPad locker auf Handfläche oder Schoß oder muss im Pinzettengriff gleichzeitig auf Rückseite und Display greifen, was umsomehr ein ungutes Gefühl hervorrief, als Display und Rückseite dies mit Nachgeben zu quittieren pflegten.
Das Galaxy Tab lässt sich hingegen durch festen Griff an den Gehäuseseiten greifen und übersteht so auch einen kurzen, schnellen Sprint zur bald abfahrenden U-Bahn – ohne dabei auf das Display greifen zu müssen. Das mag für zartere Hände als meine nicht so einfach zu bewerkstelligen sein, für mich erweist sich hier das Galaxy Tab als optimal dimensioniert.